Sattgrün und dicht: Wohl jeder wünscht sich einen perfekten Rasen. Doch nach dem Winter gleicht er oftmals einem braunen Flickenteppich – jetzt ist der Moment, um mit der richtigen Pflege den Grundstein für einen gesunden Rasen zu legen. Den Sommer über kannst du dich gemütlich ins Gras legen, einzig die Bewässerung und Mähen sind nun wichtig. Im Herbst gilt es Moos und Unkraut im Rasen effektiv zu bekämpfen & ihn winterfest zu machen. Wie du deinen Rasen in jeder Jahreszeit perfekt pflegst, verraten wir dir in unserer Übersicht.
Rasenpflege im Frühling: Der Start ins Jahr
Mit dem passenden Rasenpflege-Programm im Frühjahr sorgst du dafür, dass sich der Rasen schnell von den winterlichen Strapazen erholt. Sobald der Schnee geschmolzen ist und der Rasen langsam seine grüne Farbe wiederfindet, startet die Rasenpflege:
Mit einem Streuwagen lässt sich der Dünger schön gleichmässig verteilen.
Rasenpflege im Sommer: Schutz vor Hitze & Trockenheit
Der Rasen hat es nicht leicht im Sommer. Nicht nur, dass er von den Gartennutzenden in diesen Wochen am intensivsten beansprucht und belastet wird, die extremen Wetterlagen fordern ebenfalls ihren Tribut. Das können grosse Hitze und Trockenheit, aber auch immer mal anhaltender Regen mitten in einer Wachstumsperiode sein.
Um dennoch dicht und grün zu sein, sollte der Rasen vor allem zwischen Anfang Juni und Ende August regelmässig gemäht und bewässert werden.
Rasenmähen im Sommer
Regelmässiges Mähen macht den Rasen dicht und grün: Die Rasenwurzeln verzweigen sich, bilden so eine dichte Grasnarbe und Unkräuter werden in Schach gehalten. Während heissen Perioden ist der Rasen nicht zu kurz zu schneiden, denn kurze Gräser verlieren schneller ihre Flüssigkeit und „verbrennen“ in der anhaltenden Sonnenstrahlung. Die optimal Schnitthöhe liegt in der Regel bei 4–5 cm, ein Zierrasen mit tiefer Belastung kann auch auf 3 cm zurückgeschnitten werden. Mähe deinen Rasen nicht zu spät, denn zu hohes Gras erschwert nicht nur die Mahd, sondern kann auch den Rasen stressen. Ist der Rasen erst einmal 10 cm hoch und höher – etwa nach den Ferien - solltest du ihn stufenweise zurückschneiden.
Die Frequenz des Mähens ist natürlich von Saatgut, Düngergabe und Wetter abhängig. Man kann davon ausgehen, dass man in der Hauptsaison alle zwei Wochen mähen muss. Wer das Schnittgut nicht im Fangkorb sammelt, sondern mulcht, muss in der Wachstumsphase möglicherweise öfters ran. Moderne Robotermäher, die kontinuierlich im Einsatz sind, arbeiten übrigens fast immer als Mulchmäher.
Rasenpflege im Herbst: Gesund & kräftig in die Winterpause
Im Spätsommer und Frühherbst ist zunächst nichts anderes zu tun als gewohnt: Regelmässiges Abmähen der Halme und Bewässern in Trockenperioden. Ein stark beanspruchter Rasen kann nun ein letztes Mal gedüngt werden. Mit einem Herbstdünger mit extra Kalium gibst du dem grünen Teppich die Kraft, gut über den Winter zu kommen.
Im weiteren Verlauf des Herbstes bestimmt die Witterung die richtige Rasenpflege: Solange es nachts noch nicht zu kalt ist, wächst der Rasen weiter und muss gemäht werden, je nach Witterung bis in den November hinein. Das Schnittgut solltest du jetzt aber komplett entfernen, weil es bei den kühler werdenden Temperaturen nicht mehr gut verrottet. Rüste daher deinen Mulchmäher, wenn möglich, so um, dass das Schnittgut aufgefangen wird.
Auch Laub muss unbedingt runter vom Rasen! Und zwar aus zwei Gründen: Zum einen gibt es Laub (z. B. Walnuss), das regelrecht toxisch für andere Pflanzen ist. Zum anderen bildet sich unter einer geschlossenen Laubschicht ein Mikroklima, das Moos und Rasenfilz fördert.
Die letzte Mahd vor dem Frost darf etwas kürzer als im Sommer ausfallen, jedoch empfehlen wir stets eine Mindesthöhe von 3 cm einzuhalten. Wenn du die Halme zu lang lässt, kippen sie womöglich um und drohen zu verfaulen. Schneidest du den Rasen zu kurz, kann bei strengem, langanhaltendem Frost die Pflanze bis auf die Wurzeln durchfrieren. Und das wäre wirklich keine gute Ausgangsbasis für das nächste Jahr.
Rasenpflege im Winter: Weniger ist mehr
Für den Erhalt eines schönen Zierrasen, solltest du die Rasenfläche im Winter möglichst nicht betreten, denn die gefrorenen Halme knicken bei Belastung um, sodass Pilze leichtes Spiel haben. In den Trittspuren entstehen mitunter matschige Stellen, in denen sich im Frühling gerne Unkraut breitmacht.
Eine frische, lockere Schneedecke schadet dem Rasen dagegen nicht.





