Strom? Selber machen? Das ist möglich! Und das nicht nur mit einer Solaranlage (Photovoltaikanlage) auf dem Hausdach, sondern auch mit einer mobilen Solarpaneele am Balkon, am Zaun, im Schrebergarten und auf dem kleinen Garagendach. Die sogenannten Mini-Kraftwerke, steckerfertige PV-Anlagen, Plug-&-Play-Paneele oder Balkonkraftwerke geben dir vergleichsweise schnell, günstig und flexibel die Möglichkeit, eigenen Sonnenstrom zu produzieren. Wir beantworten die brennenden Fragen rund um das Mini-Sonnenkraftwerk auf deinem Balkon.
Eigener Sonnenstrom – das lohnt sich!
Die Sonne ist eine der stärksten natürlichen Energiequellen. Mit Photovoltaik-Anlagen lässt sich Solarenergie eingefangen und nutzbar machen. Heute macht Solarstrom nur etwa 7% des nationalen Strommixes aus – gemeinsam können wir das ändern. Dank der Mini-Solarkraftwerke selbst dort, wo der Platz für grosse Solarmodule oder ganze Photovoltaikanlagen auf dem Dach nicht ausreicht. Sie führen den produzierten Sonnenstrom direkt dem heimischen Stromkreislauf zu und reduzieren so den Energieverbrauch von am Netz abgeschlossenen Elektrogeräten wie dem Kühlschrank oder dem Internet-Router. Ökologisch und kostengünstig.
Was sind die Voraussetzungen für ein Photovoltaik auf dem Balkon?
Die wichtigste Voraussetzung für das PV-Kraftwerk ist ein sonniges Plätzchen. Je direkter und länger die Sonne auf dein Modul scheint, desto mehr Energie lässt sich produzieren. Suche in deinem Garten, auf dem Balkon also einen Ort, der eine möglichst lange und direkte Sonneneinstrahlung hat. Idealerweise ohne Abschattungen von Bäumen oder Nachbarhäusern. Hast du einen Nordbalkon oder eine Erdgeschosswohnung in der Stadt auf den kaum Sonne fällt? Dann ist ein Solarbalkon für dich leider keine gute Idee.
Muss das Solar-Kraftwerk bewilligt werden?
Nein, das Solar-Balkonkraftwerk von BAUHAUS braucht keine Bewilligung. Nur in Mietwohnungen empfehlen wir dir, die Hausverwaltung vor der Anschaffung um Erlaubnis zu bitten. Es besteht hingegen eine Informationspflicht deiner Netzbetreiberin gegenüber. Bevor du das Solargerät in Betrieb nimmst, hast du die Betreiberfirma schriftlich zu informieren.
Ebenso gibt es in der Schweiz eine Leistungsobergrenze von 600W Wechselrichter Output für die sogenannte Selbstinstallation von PV-Anlagen. Das BAUHAUS Balkonkraftwerk ist daher auf eine Nennleistung von 600W begrenzt. Es verfügt jedoch über einen automatischen Update-Modus, der sich bei Gesetzesänderung anpasst. So sind bis zu 800VA möglich.
Woraus besteht ein Stecker-Solargerät (Balkonkraftwerk)?
Stecker-Solar-Geräte werden ganz einfach per Kabel und Steckdose (Plug & Play) an das Hausnetz angeschlossen. Sie haben eine Nennleistung von bis zu 800 Watt und sind leicht zum Beispiel an der Balkonbrüstung anzubringen. Die meisten im Handel erhältlichen Modelle bestehen nur aus wenigen Komponenten:
1. Solarmodule
Sie wandeln die Energie der Sonne in Gleichstrom um. In der Schweiz haben die Solarmodule mit Glas- oder Kunststoffabdeckung eine maximal erlaubte Nennleistung von 600 Watt und sind ca. 1 x 1,50 m gross. Meist bestehen sie aus Monokristallin.
2. Wechselrichter
Der Wechselrichter ist meist hinten an der Solaranlage angebracht und wandelt den Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um. Dieser lässt sich in das 230V Hausnetz einspeisen.
3. Anschlusskabel mit Steckverbindung
Mit diesem Kabel wird das Solarmodul mit dem Stromnetz verbunden. So kannst du die Photovoltaik-Anlage für den Balkon jederzeit wieder abbauen und zum Beispiel beim Umzug mitnehmen.
4. Optional: Befestigung
Balkonkraftwerke sind keine Leichtgewichte. Deshalb muss sichergestellt sein, dass die Module sicher befestigt sind und auch bei Sturm nicht herunterfallen können. Für die meisten Balkonkraftwerke sind passende Halterungen erhältlich.
Nachhaltig und Spannend: Photovoltaik zuhause
Balkon-Kraftwerke bieten eine einfache Möglichkeit, selbst Strom zu erzeugen und Energiekosten zu senken. Sie sind leicht zu installieren, benötigen keine Genehmigung und eignen sich damit besonders auch für Mietende. Mit geringem Aufwand lässt sich ein Teil des eigenen Strombedarfs nachhaltig decken, was nicht nur die Umwelt schont, sondern auch die Abhängigkeit vom Stromnetz reduziert. Zudem kann es sehr spannend sein, den Zusammenhang zwischen Stromproduktion und Stromverbrauch am eigenen Kraftwerk zu beobachten.
Wusstest du, dass du mit einer einzigen Kilowattstunde Strom:
- Fünf Stunden am PC oder 50 Stunden am Laptop arbeiten kannst?
- 15 Hemden bügeln kannst?
- 90 Stunden lang eine Energiesparlampe mit 11 Watt leuchtet?
- sich 9 Liter Tee aufbrühen lassen?
- eine Waschmaschinenladung bei 60 Grad waschen kannst?





