Wände streichen ist eine der einfachsten Möglichkeiten, einem Raum neuen Glanz zu verleihen. Ob kräftige Farbtöne, sanfte Pastellfarben oder klassisches Weiß – die richtige Wandfarbe beeinflusst Stimmung und Raumwirkung entscheidend. Kennst du schon Spezialfarben mit Magnet- oder Glitzereffekt? Hier erfährst du, was du für saubere Ergebnisse wissen solltest.

Farbe ist der schnellste Weg, um Räume optisch grundlegend zu verändern. Selbst zu streichen ist kein Hexenwerk: Mit etwas Grundwissen, handwerklichem Geschick und Zeit kannst du selbst ein perfektes Ergebnis erzielen. Die Möglichkeiten und Effekte sind vielseitig. Wir fassen das wichtige Grundwissen und nützliche Tipps rund ums Streichen von Innenräumen zusammen.

Den neuen Anstrich im Innenraum vorbereiten

Du willst eine oder mehrere Wände deiner Wohnung frisch streichen? Die richtige Vorbereitung hilft bei einer reibungslosen Umsetzung dieses DIY-Projektes.

1. Die neuen Wandfarbe

Die Idee für einen neuen Anstrich für die Wand hat ihren Ursprung meist im Wunsch nach Veränderung. Etwas Neues soll her, eine neue Farbe, frischer Wind, neue Frische. Aber welche Farbe? Diese Entscheidung kannst du nur selbst beantworten. Neben deinem persönlichen Geschmack, deinem Stil und deiner Wohnungseinrichtung, kann auf die Farbenlehre bei der Entscheidung unterstützen: Unterschiedliche Farben haben eine andere Raumwirkung, die sich in den Grundfarben wir folgt zusammenfassen lassen:

  • Starkes Rot wirkt aktivierend, lebendig und feurig. Aber zu viel davon kann aggressiv machen, also besser nur kleine Flächen rot streichen oder einen ruhigeren roten Farbton wählen.
  • Kräftiges Gelb sprüht geradezu vor Energie, verbreitet Lebensfreude und steht für Licht. Gälb lässt aber auch kaum zur Ruhe kommen – eine Farbe, die besser in Küche oder Wohnzimmer passt als ins Schlafzimmer, sagen Farbenexpertinnen und Experten.
  • Grün steht für Natürlichkeit und Balance. Dunkle Töne beruhigen die Augen, knalliges Froschgrün weckt die Lebensgeister – ideal fürs Bad.
  • Blaunuancen geben Räumen Frische, aber mit zunehmender Tiefe auch Ruhe und machen sich deshalb im Arbeits- oder Schlafzimmer gut. Helle Blautöne wiederum können kalt und steril wirken.
  • Typische Erdfarben wie Braun und Beige vermitteln Wärme und Geborgenheit. Sie eignen sich für alle Räume – besonders in Kombination mit Akzenten in kräftigen, aber nicht zu lauten Farbtönen.

Tipp: Tipp: Je satter die Farbe, desto mehr Aufmerksamkeit zieht sie auf sich. Helle Nuancen treten optisch zurück.

In einer Mietwohnung ist zu bedenken, dass diese in der Regel im selben Zustand abzugeben ist wie sie übernommen wurde. Das schliesst auch die Wandfarbe ein. Streichst du deine Wände mit einer Farbe, musst du sie vermutlich auf deine Kosten vor deinem Auszug wieder in ihren Ursprungszustand zurückversetzen – wieder weiss übermalen. Und mit einer knalligen Farbe tust du dir da keinen Gefallen, denn du wirst sie 2,3x überstreichen müssen.

Du kannst dich nicht entscheiden? Weiss ist im Zweifelsfall ein guter Kompromiss: Klassisch, zeitlos und doch erfrischend neu.

Raumgestaltung mit Farbe

Die richtige Technik ist kein grosses Kunststück. Wer ein paar Grundregeln beachtet, der wird ziemlich einfach gute Farbergebnisse erhalten:

  • Richtiges Klima: Streiche an trockenen und milden Tagen – ideal ist eine Temperatur zwischen 15°C und 25°. So trocknet die Farbe gleichmässig – nicht zu schnell und nicht zu langsam. Vermeide zudem direkte Sonneneinstrahlung.
  • Gestrichen wird überlappend nass-in-nass: erst senkrecht, dann quer dazu und wieder senkrecht. Immer genug, aber nicht zu viel Farbe verwenden. Dann deckt die Farbe gut, trocknet aber nicht zu schnell.
  • Die Decke ist wegen möglicher Spritzer vor den Wänden zu streichen. Am besten am Fenster beginnen, für eine gleichmäßige Optik bei Tageslicht.
  • Malerkrepp (Malertape) erst abziehen, wenn die Farbe weitgehend trocken, aber noch leicht feucht ist – sie sollte nicht mehr verlaufen, aber auch noch nicht komplett durchgetrocknet sein.

Mit Farbe lassen sich Räume weit mehr verändern, als man zunächst denkt: Ungünstige Raumproportionen lassen sich optisch korrigieren, Wände wirken grösser oder kleiner, je nach Einsatz von Helligkeit, Farbtönen und Mustern. Farben geben einem Zimmer ein völlig neues „Gesicht“ und beeinflussen die Wahrnehmung spürbar.

Wie du mit Farben die Wahrnehmung eines Raumes beeinflussen können, zeigen wir dir hier:

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   Dunkle Stirn-/Rückwand Standardbild    Der Raum wird gestaucht, wirkt kürzer. Ideal bei langen, engen Schlauchfluren.      Dunkle Wände, helle Decke Standardbild    Macht grosse Zimmer enger, aber auch gemütlicher, und öffnet sie in die Höhe.      Helle Wände, dunkle Decke Standardbild    Gibt kleinen Räumen mehr Weite und lenkt den Blick nach unten in den Raum.   
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   Hell abgesetzte Decke Standardbild    Ein Streifen im hellen Deckenton federt in kleineren Zimmern kräftige Wandfarben ab.      Wände und Decke hell Standardbild    Mit lichten Tönen rundum vergrößern Sie Ihr Zimmer optisch in alle Dimensionen.      Senkrechte Farbstreifen Standardbild    Der Raum wirkt höher, der Übergang zur hellen Decke ist weicher. Achtung: sehr dominant!   

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