Whirlpool im Garten: die wichtigsten Tipps

Ein Sprudelbad im eigenen Garten oder auf der Terrasse, diesen Traum hegen viele. Welche Voraussetzungen müssen für den Outdoor-Whirlpool erfüllt sein?

Ob allein, zu zweit, mit Familie oder Freunden: Einen anstrengenden Tag im Whirlpool – auch Jacuzzi genannt – ausklingen zu lassen, ist Entspannung pur. Dafür sorgt nicht nur das sprudelnde, warme Wasser, sondern auch die sanfte Massage durch verschiedene Düsen. Wer mit dem Kauf eines Whirlpools liebäugelt, sollte sich vorgängig beraten lassen. Denn für die Installation eines Aussen-Whirlpools müssen, nebst den gesetzlichen Grundlagen, einige Basics stimmen.

Ein ruhiges Plätzchen

Wo soll der Jacuzzi hin? Damit man ihn wirklich gern benutzt, sollte er an einem vor neugierigen Blicken geschützten Platz stehen. Und weil er einen gewissen Lärmpegel produziert, sollten direkt angrenzende Nachbarn vorab involviert werden. Dies verhindert spätere Streitigkeiten. Ein Sprudelbad braucht übrigens nicht unbedingt viel Platz. Auch auf eine kleine Fläche lässt sich ein Whirlpool aufstellen. So gibt es Becken in Badewannengrösse für eine bis zwei Personen.

Der richtige Untergrund

Ein gefüllter Whirlpool belastet den Boden, je nach Grösse und Anzahl Personen, mit mehreren hundert Kilogramm pro Quadratmeter. Wer das Becken auf einer Terrasse aufstellen möchte und deren maximale Traglast nicht kennt, sollte deshalb einen Statiker beiziehen. Im Garten stellt sich die Traglast-Frage in der Regel nicht. Dort geht es eher darum, einen geeigneten Untergrund zu schaffen: Eben, tragfähig und ausreichend gross muss er sein. Ideal ist zum Beispiel eine Bodenplatte aus Beton, ein Kiesbett oder eine stabile Holzterrasse. Auf keinen Fall darf der Whirlpool in Schieflage geraten oder einsinken, deshalb darf man ihn nicht einfach auf den Rasen stellen.

"Der Untergrund muss eben, tragfähig und ausreichend gross sein."

 

Strom und Wasser, bitte

Aufheizen, Filterpumpen, Massagedüsen und Luftsprudler: Das alles benötigt Energie. Der Anschluss ans Stromnetz gehört in fachmännische Hände. Ein echter Whirlpool kann nicht einfach an die Steckdose angeschlossen werden, sondern benötigt in der Regel eine eigene Zuleitung mit FI-Schutzschalter. Ist ein Stromanschluss nicht möglich oder zu aufwendig, so bietet sich ein Hotpot als Alternative an (siehe Infokasten). Nicht fehlen darf natürlich ein Wasseranschluss in der Nähe.

Schutz und Pflege

Mit der richtigen Pflege bleibt ein hochwertiger Jacuzzi viele Jahre nutzbar. Dazu gehört eine gute Abdeckung, um den Whirlpool vor Wärmeverlust und Verunreinigungen zu schützen. Zudem muss das Badewasser regelmässig gereinigt werden.

Hotpot

Eine Alternative zum Whirlpool ist der Hotpot. Ursprünglich aus Skandinavien, erfreut sich das Badefass aus Massivholz auch hierzulande steigender Beliebtheit. Sein grosser Vorteil: Der Hotpot braucht keinen Strom, sondern verfügt stattdessen über einen Holzofen. Das ist nicht nur ökologischer, sondern entspricht auch den gesetzlichen Vorgaben: Aussen-Whirlpools dürfen zunehmend nur noch mit erneuerbarer Energie beheizt werden.

Whirlpool und andere Becken im Garten aufstellen: Gesetze beachten!

Keine Baubewilligung braucht es für kleine Becken und Whirlpools, die aufgestellt werden. Doch sobald der Pool in den Boden eingelassen oder fest mit ihm verankert ist, greift das Baugesetz. Bei grösseren Projekten sollte man sich deshalb frühzeitig bei der zuständige Behörde erkundigen. Zudem bieten viele Gemeinden einen Leitfaden oder Merkblätter für Baugesuche, auch zu den Themen Whirlpool und Swimmingpool.

Vorschriften für Aufstellpools

Zusätzlich gilt es, den Gewässerschutz zu berücksichtigen. So definieren kantonale und kommunale Reglemente teilweise, wie ein Whirlpool ans Abwassernetz angeschlossen werden muss. Und es gibt Gemeinden, die Reglemente zum Aufbau von Whirlpools und zum Luftschallschutz erlassen haben.

Fast immer lassen sich Aufstell-Pools und Whirlpools aber unkompliziert realisieren. Einem solchen Projekt steht in der Regel also nichts im Wege, die gesetzliche Hürden sind – wenn es solche gibt – nicht hoch.

Pool heizen im Winter

Wer den Whirlpool oder Aufstellpool auch im Winter nutzen möchte, muss ihn beheizen. Angenehm sind zu dieser Jahreszeit Wassertemperaturen über 30 Grad. Vielerorts darf man Aussenpools aus Umweltschutzgründen nur noch mit erneuerbarer Energie bzw. einer Wärmepumpe beheizen.

Am einfachsten gelingt dies mit einem Hotpot. Dieses Badefass aus Holz hat einen Holzofen integriert, mit dem sich umweltfreundlich und gesetzeskonform heizen lässt.