Sicherheit in der Werkstatt

 
Unfälle beim Heimwerken und Basteln lassen sich vermeiden. Vorausgesetzt, man kennt die folgenden Sicherheitsregeln.

 

Dinge selbst zu erschaffen oder zu reparieren, bereitet grosse Freude und schont das eigene Haushaltsbudget. Das Arbeiten in der Heimwerkstatt birgt jedoch auch Unfallgefahren. Daher ist es wichtig, die eigene Werkstatt übersichtlich einzurichten und mit gutem Licht auszustatten – nur so lässt sich sauber und konzentriert arbeiten.

Werkstattschränke und Werkzeughängesysteme sorgen dafür, dass alles stets griffbereit ist und gleichzeitig nicht im Weg herumliegt. Sie gehören daher neben einer soliden Werkbank zur Grundausstattung einer Heimwerkstatt.

 

Schutzausrüstung tragen

Die meisten Unfälle lassen sich – wenn man sich richtig verhält – vermeiden. So sollten Sie stets enganliegende Kleider tragen und lange Haare zusammenbinden. Denn lose Kleidungsstücke und lange Haare geraten schnell in rotierende Werkzeuge, was zu gravierenden Verletzungen führen kann.

Unverzichtbar ist eine persönliche Schutzausrüstung: Feste Schuhe sind beim Heimwerken Pflicht, sie schützen vor herumliegenden Nägeln sowie herunterfallenden Gegenständen und gewährleisten einen stabilen Stand. Der Schutz von Augen, Atmungsorganen und Gehör ist ebenfalls zentral: Eine Schutzbrille schützt vor Splittern und anderen herumfliegenden Partikeln, die Schutzmaske hält schädlichen Schleifstaub und Abrieb von Bronchien und Lunge fern und der Gehörschutz vermeidet einen Gehörschaden, verursacht durch laute Geräte wie zum Beispiel Bohrmaschinen oder Sägen.

Arbeitsschutz

 

Wenn etwas schief geht

Für den Fall, dass Sie sich doch einmal mit dem Hammer auf den Daumen schlagen, sich schneiden oder gar ernsthaft verletzen, muss ein Erste-Hilfe-Kit oder ein Verbandskasten griffbereit sein. Zudem ist es empfehlenswert, eine Werkstatt mit einem Feuerlöschgerät und Rauchwarnmeldern auszustatten. Diese vergleichsweise kleinen Investitionen verhindern grossen Schaden effizient.

 

Elektrowerkzeuge sicher benutzen

Bohrmaschine, Kreissäge, Bandschleifer & Co. erleichtern Profis wie auch Hobby-Heimwerkern die Arbeit. Wenn man sie richtig bedient, sind sie sicher.

 

Auch wenn es vielleicht mühsam scheint: Bevor Sie ein Elektrowerkzeug zum ersten Mal einschalten, sollten Sie dessen Bedienungsanleitung lesen. Noch besser lassen Sie es sich von einer Fachperson erklären. Das minimiert nicht nur die Unfallgefahr, sondern ermöglicht auch gute Arbeitsergebnisse.

Elektrowerkzeuge sollten nur für die dafür vorgesehenen Arbeiten verwendet und niemals zweckentfremdet oder gar manipuliert werden. Es ist daher wichtig, für eine Arbeit stets das 100-prozentig passende Werkzeug zu verwenden.

 

"Wer ein Werkzeug zum ersten Mal in die Hand nimmt, lässt es sich von einer Fachperson erklären"

 

Sicherer Umgang mit Kabeln

Zunehmend werden Elektrowerkzeuge durch Akkus angetrieben. Mit ihnen können Sie unkomplizierter und flexibler arbeiten. Auf kabelbetriebene Maschinen lässt sich trotzdem nicht verzichten. Sie sind in der Regel leistungsfähiger und lassen sich über lange Zeit betreiben.

Kabel dürfen nie in den im Bereich sich bewegender Teile wie Bohrer oder Sägeblätter geraten – sonst kann es zu einem Stromschlag kommen. Bei fest installierten Elektrowerkzeugen verlegen Sie die Kabel am besten in einem Kabelkanal. Vorsicht ist auch bei Verlängerungskabeln angebracht: Bei leistungsstarken Geräten kann das aufgerollte Kabel überhitzen – man sollte vor Gebrauch daher immer das gesamte Kabel abrollen.

Und noch ein Tipp: Steckdosen, die mittels veralteter Keramiksicherung (Schmelzsicherung) geschützt sind, bieten nicht ausreichend Sicherheit. Unkomplizierte und einfache Abhilfe schafft hier ein FI-Adapter.

 

 

 

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