Schreibtisch aus Paletten bauen

Ordnung ist das halbe Leben! Bei diesem selbst gebauten Schreibtisch-Unikat aus zwei Paletten erhalten Schreibutensilien, Heftklammern und Co. in einem praktischen Aufsatz ihren Platz. In den zwei Schubladen haben Sie noch mehr Stauraum, um weitere Gegenstände unterzubringen. Zwei höhenverstellbare Holzklappböcke dienen als Schreibtischbeine, die in gewünschtem Abstand nebeneinander aufgestellt und mit der Tischplatte verschraubt werden.

Als Tischplatte des Schreibtischs dient eine geschliffene, aber sonst unbearbeitete Palette. Eine Anleitung für die weiteren nötigen Vorarbeiten, finden Sie im BAUHAUS Ratgeber Möbel aus Paletten bauen.

Anleitung

1. Schreibtischaufsatz bauen

Für den Aufsatz sägen Sie mit der Stich- oder Handkreissäge die zweite Palette von beiden Seiten entlang des mittleren Bretts durch. Drehen Sie das ausgesägte Stück um 90 Grad – so soll das Element später auf die Grundplatte gesetzt werden.

Je nach Belieben sägen Sie nun Aussparungen in die beiden Bretter der Vorderseiten. Oder werden Sie kreativ und bohren kleine Löcher in die Holzplatten. Vorne gebohrt ergeben sie waagrechte Stifthalter. Durch Löcher an der Rückseite können Sie Kabel unauffällig hinter den Schreibtisch führen.

Runden Sie die Kanten der ausgesägten Bereiche mit Schleifpapier ab und setzen das Element dann auf den hinteren Rand der Grundplatte. Verschrauben Sie anschliessend Stiftablage und Grundplatte schräg von oben in den Ecken miteinander.

Bringen Sie als zusätzliches Extra an der Rückseite des Stifthalters eine anschraubbare Steckdosenleiste an!

2. Schreibtischfläche bauen

Legen Sie nun das Element aus Schreibtischplatte und Stiftablage auf die vorbereiteten Böcke. Die Grundplatte sollte gleichmässig auf beiden Seiten überstehen. Achten Sie ausserdem darauf, dass genug Platz für Ihre Beine zwischen den Böcken bleibt. Zum Testen der passenden Arbeitshöhe einfach mal Probesitzen!

Legen Sie anschliessend die zugeschnittene und mit abgerundeten Kanten versehene Glasplatte auf vier Gummipuffer (die Gummistopper in den Ecken platzieren).

Beachten Sie: Eine Platte aus Plexiglas können Sie sogar durchbohren und dann einfach anschrauben.

3. Schubladen bauen

Für die Schubladen des Schreibtisches messen Sie zunächst die Öffnungen an der Vorderseite aus und schneiden anschliessend die Fronten, Seiten- und Rückwandteile aus dem restlichen Palettenholz. Zeichnen Sie auf den Schubladenfronten ausserdem mittig je zwei Punkte an und schrauben die Metallgriffe fest. Verbinden Sie nun alle Teile mit Schrauben (alternativ leimen und nageln). Passgenau zugeschnittene Sperrholzplatten oder Glattkantbretter dienen als Schubladenböden, da diese sich leichter herausziehen und einschieben lassen, und werden einfach aufgenagelt.

Beachten Sie: Verwenden Sie die erste durchbohrte Schubladenfront als Schablone für alle anderen Vorderseiten: Einfach das gebohrte Brett genau auf das nächste Exemplar legen und durch beide bohren. So sparen Sie sich erneutes Vorzeichnen!

Lasieren Sie abschliessend den Schreibtisch – farbig oder farblos, ganz nach individuellem Geschmack.

Tipp

Dann stimmt die Körnung

Die Wahl des Schleifmittels ist vom Material des Werkstücks und eventuell auch von der Grösse der Fläche abhängig, die es zu schleifen gilt. Einfache Schleifpapiere mit dem Mineral Korund eignen sich besonders für weiche Materialien wie Holz oder aber für kleinere Metallflächen. Hochwertige kunstharzgebettete Schleifgewebe sind wesentlich härter.

Der Körnungsgrad steht immer auf der Rückseite des Schleifmittels. Eine grobe Körnung (Kennzahl 80 und weniger) sorgt für hohen Materialabtrag und hinterlässt eine gröbere Oberfläche. Zum Anschleifen von Lacken wird zum Beispiel Papier mit einer 100er-Körnung verwendet. Für den Zwischen- und Feinschliff von Holz verwenden Sie am besten 120er- bis 180er-Papier, und für den Feinschliff bei lackierten Oberflächen ist eine Körnung von 220 und darüber richtig.

Allgemein gilt: Je höher die Kennzahl der Körnung, umso feiner ist das Schleifmittel.

Werkzeug + Material

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