Holz im Garten schützen und pflegen

Sonne, Wind und Wetter setzen Gartenmöbeln und Terrassenbelägen aus Holz mit der Zeit enorm zu. Das Holz wird rissig, grau und spröde. Zudem kann nicht abtrocknende Nässe zu Fäulnis führen, Schädlinge befallen das Holz und es wird morsch. Mit regelmässiger Pflege verlängern Sie die Haltbarkeit und die Gebrauchsdauer von Holz im Aussenbereich. Eine Frühlingskur mit Holzreiniger und anschliessender Behandlung mit Holzöl sind empfehlenswerte Massnahmen, um Gartenmöbel länger schön aussehen zu lassen. Das Öl dringt tief in das Holz ein und wirkt wasserabweisend; die Holzfarbtöne werden wieder aufgefrischt, dekorativ und attraktiv.

Anleitung

1. Gartenmöbel für den Sommer fit machen

Harthölzer sind von Natur aus sehr widerstandsfähig, stossfest und witterungsbeständig. Die Haltbarkeit im Aussenbereich liegt bei rund 20 Jahren – optimal für Gartenmöbel, Terrassen oder Stege. Seit vielen Jahren liegt der Trend bei Harthölzern aus Übersee, da diese durch ihre Langlebigkeit überzeugen (erkennbar an der Dauerhaftigkeitsklasse, die in einer DIN festgelegt ist). So werden Tropenhölzer der Dauerhaftigkeitsklasse 1 oder 2 (sehr dauerhaft bzw. dauerhaft) wie Massaranduba oder Bangkirai, gern für die Terrassengestaltung verwendet. Eine gute Alternative ist heimisches Holz (ggf. thermisch behandelt), das für nahezu jeden Einsatzbereich auch geeignete Arten bereit hält – zum Beispiel Lärche, Eiche oder Douglasie.

BAUHAUS achtet darauf, dass die Hölzer für alle Produkte nachweislich legal und nachhaltig produziert werden. Um sicherzustellen, dass wir nur ökologisch unbedenkliches Holz anbieten, arbeiten wir unter anderem mit dem internationalen Waldzertifizierungssystem PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zusammen.

Wer die Haltbarkeit und Gebrauchsdauer von Holz im Garten verlängern möchte, sollte es regelmässig reinigen und mit speziellem Pflegeöl behandeln. Das Öl frischt den natürlichen Holzfarbton auf und lässt sich leicht mit einem Pinsel oder Lappen auftragen.

Säubern Sie zunächst die Oberfläche gründlich mit einem speziellen Holzreiniger. Spülen Sie Produktreste nach der Einwirkzeit (Herstellerangaben beachten) mit viel Wasser ab (ggf. weiche Bürste verwenden). Mit der Reinigung erledigen Sie zugleich einen anderen wichtigen Arbeitsschritt: das Wässern des Holzes. Dadurch quellen die Holzfasern auf und kleinere Schäden verschwinden von selbst. Wichtig: Das Holz muss an allen Stellen gleichmässig angefeuchtet sein. Nach dem „wässern“ lassen Sie das Holz wieder vollständig trocknen.

Die durch die Nässe aufgerichteten Fasern schleifen Sie anschliessend per Hand mit einem Schleifklotz glatt. Nachdem Sie auch die Schleifstäube entfernt haben, tragen Sie das pflegende Holzöl mit einem Pinsel oder Lappen auf. Lassen Sie das Öl einige Zeit einwirken (Herstellerangaben beachten). Zum Schluss entfernen Sie überschüssiges Öl mit einem fusselfreien Lappen.

Beachten Sie: Für die Erstbehandlung empfehlen sich mindestens zwei Anstriche mit Öl, zur Nachbehandlung reicht ein Anstrich.

2. Holzterrasse pflegen

Entfernen Sie vom Holzdeck zunächst losen Schmutz mit einem Strassenbesen. Reinigen Sie anschliessend die Terrasse gründlich mit einem Schrubber und lassen die Oberfläche komplett trocknen.

Beachten Sie: Führen Sie diese Arbeiten am besten in einer Schönwetterperiode durch.

Um die ursprüngliche Holzfarbe wieder zum Vorschein zu bringen, tragen Sie Entgrauer auf. Dieser entfernt gründlich und schnell die silber-graue Patina, die sich im Laufe der Zeit auf Terrassenholz oder Holz-Gartenmöbel legt. Algenbeläge, die sich gerne an schattigen Stellen bilden, behandeln Sie mit einem speziellen Grünbelag-Entferner (jeweils die Herstellerangaben beachten).

Bevor Sie die Dielen nun mit Holzöl pflegen, waschen Sie Rückstände der Reinigungsmittel gründlich ab. Zum Auftragen des Öls (immer vom Haus weg auftragen) eignen sich spezielle Flächenstreicher mit Teleskopstange. Sobald das Öl vollständig getrocknet ist (Herstellerangaben beachten) können Sie die Terrasse wieder voll nutzen. 

Tipp

Sprühen statt streichen

Anstelle des Flächenstreichers können Sie für das Einölen der Terrassendielen auch einen herkömmlichen Drucksprüher verwenden.

Werkzeug + Material

  • Besen/Bürste
  • Eimer
  • Entgrauer
  • ggf. Farbwanne
  • Flächenstreicher mit Teleskopstange
  • Gummihandschuhe
  • Grünbelag-Entferner
  • Holzöl (ggf. Spezial-Holzöl passend zur Holzart)
  • Holzreiniger
  • Pinsel
  • Schleifklotz
  • Schleifpapier in unterschiedlichen Körnungen
  • Schwamm oder weiches Tuch

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