Grill mauern

Grillen gehört für viele zu einem perfekten Sommertag einfach dazu und Besitzer eines Gartens oder einer Terrasse entscheiden sich immer öfter für einen stationären Grillplatz. Im gezeigten Beispiel lässt sich in den Maueraufbau aus Vormauerziegelsteinen und einer Basaltstein-Abdeckplatte perfekt ein Gasgrill mit Unterschrank integrieren. Bevor jedoch der Grill gemauert werden kann, muss ein stabiles Fundament gegossen werden – denn die verwendeten lochfreien Handformziegel und der Grill selbst wiegen einiges. Mit den grosszügigen Arbeits- und Abstellflächen der selbst ummauerten Grillstation steht der Zubereitung leckerer Köstlichkeiten dann nichts mehr im Wege! 

Anleitung

1. Kleine Fundamentplatte anlegen

Damit der ummauerte Grill sicher und dauerhaft befestigt ist, benötigen sie eine solide Fundamentplatte. Fertigen Sie hierfür als erstes eine entsprechend der gewünschten Fundamentmasse (und etwa 15 cm hohe) Schalung aus Brettern an. Die Schalbretter (alternativ Kanthölzer) nageln Sie einfach zusammen.

Beachten Sie: Das Fundament sollte immer etwas grösser dimensioniert sein als das darauf errichtete Bauwerk. 

Überprüfen Sie die Rechtwinkligkeit und verstärken Sie die Konstruktion mit kleinen, über Eck angebrachten, Lattenabschnitten. 

Nachdem Sie den passenden Ort für die Grillstation im Garten festgelegt haben, platzieren Sie dort die zusammengebaute Schalung. Stechen Sie rundum an der Innenseite den Boden ab, legen die Schalung beiseite und koffern das Erdreich aus (im Beispiel 40 cm, für eine frostfreie Gründung mind. 80 cm). Füllen Sie als Drainageschicht ein Sand-Kies-Gemisch ein, verteilen alles mit einer Harke, verdichten mit einem Stampfer und ziehen anschliessend die Oberfläche plan ab.

Ins Erdreich eingebrachte und an den Ecken vernagelte Holzkeile halten die Schalung in Position und stützen sie später gleichzeitig von aussen gegen den Druck des Betons. Damit das Fundament eine Stärke von rund 15 bis 20 Zentimeter hat, nageln Sie ausserdem rundum in der gewünschten Höhe eine Leiste an die Innenseite der Schalung. Alternativ: Bauen Sie die Schalung exakt so hoch, wie die Fundamentplatte später dick sein soll und füllen den Beton bis zur Oberkante der Schalung auf. Dann können Sie den frischen Beton plan über den Schalungsrand abziehen.

Beachten Sie: Richten Sie die Randschalung waagerecht aus. 

Mischen Sie nun den Estrichbeton an (Herstellerangaben beachten) an, legen eine passend zurechtgeschnittene Baufolie zuunterst, wässern diese etwas (Gartenschlauch bereitlegen), füllen rund sieben Zentimeter Beton ein, legen die Bewehrung auf und füllen weiter Beton bis zur Leiste ein (etwa weitere 7 cm).

Beachten Sie: Für den Bedarf des Selbstbauers ist es sinnvoll, Trockenmörtel als Fertigmischung zu verwenden. Dieser wird nur noch mit Wasser angemischt und ist stets richtig eingestellt beziehungsweise bietet die erforderliche Festigkeit.

Verdichten Sie den Beton immer wieder, indem Sie wiederholt gegen den Schalungsrand hämmern. Die Oberfläche ziehen Sie anschliessend mit einer Lehre oder einem langen Brett plan ab. Einzelne Unebenheiten glätten Sie mit einer Glättkelle und stossenden Bewegungen.

Nun muss das Fundament einige Tage aushärten (Herstellerangaben beachten). Entfernen Sie anschliessend die Schalungsbretter.

Beachten Sie: Führen Sie Fundament- oder Mörtelarbeiten nicht bei Frost durch. Decken Sie ausserdem frisch gegossene Fundamente immer mit einer Folie ab, um sie vor Dauerregen oder vor zu raschem Austrocknen (ggf. zusätzlich durch Besprühen mit Wasser feucht halten) zu schützen.

2. Grill ummauern

Nachdem der Beton vollständig abgebunden hat, können Sie mit der Ummauerung beginnen. Platzieren Sie hierfür den Grill an der gewünschten Position (ggf. Rollen des Grills feststellen) und messen die Abstände rechts und links sowie die nötige Mauerhöhe.

Beachten Sie: Berücksichtigen Sie bei letzterem auch die Herstellerempfehlung der Vormauerziegelsteine bezüglich der Fugenhöhe zwischen den einzelnen Reihen.

Legen Sie probeweise einige Mauerziegel trocken aus – so sehen Sie auch gleich, ob einzelne Steine zugeschnitten werden müssen.

Mischen Sie den Mörtel an (Herstellerangaben beachten) und starten Sie mit dem Verlegen der ersten Reihe in einer Ecke: Schieben Sie den Grill beiseite, setzen den ersten Ziegel in das Mörtelbett und richten ihn aus. Verfahren Sie so auch in den drei anderen Ecken und richten die Ziegel mithilfe einer Richtlatte gleichmässig aus.

Spannen Sie nun eine Richtschnur von einem Ziegel zum anderen entlang des Fundamentrandes.

Entlang der Richtschnur setzen Sie nun die erste Ziegelreihe in den Mörtel. Achten Sie dabei auf gleichmässige Stossfugen (Herstellerempfehlung).

Nun geht es an die zweite Lage Ziegel. Starten Sie wieder in den vier Ecken – dabei die Ziegel versetzt im sogenannten Halbstein-Verband setzen. 

Richten Sie die Ziegel genau aus (Wasserwaage) und klopfen sie dabei leicht mit einem Kunststoffhammer oder mit dem Kellengriff an. Dadurch lassen sich kleinere Unebenheiten ausgleichen.

Spannen Sie die Richtschnur wieder straff von Ecke zu Ecke und setzen die weiteren Ziegel der Reihe. Jeder Ziegel muss dabei um einen bestimmten Wert versetzt zu dem darunterliegenden gesetzt werden – das sogenannte Überbindemass. Die Faustformel zur Berechnung lautet: Überbindemass ü ≥ 0,4 x Steinhöhe h ≥ 45 mm. Bei 200 mm hohen Steinen ergibt das zum Beispiel: 0,4 x 200 = 80. 80 ist grösser als 45, das Überbindemass ist also mit 80 mm erreicht und die Steine werden mindestens um diesen Wert versetzt gemauert.

Verfahren Sie so mit den weiteren Ziegelreihen bis zur gewünschten Höhe. Formen Sie während des Aufmauerns die Fugen abschnittsweise wetterfest aus (s. Tipp).

Beachten Sie: Kontrollieren Sie die Ausrichtung Lage für Lage mit Richtlatte/Wasserwaage und Richtschnur – besser zu viel als zu wenig messen.

Haben Sie die rechte und linke Seite bis zur gewünschten Höhe aufgemauert, schieben Sie den Grill in seine Position, ermitteln die Masse für die Abdeckplatte (im gezeigten Beispiel eine Basaltsteinplatte) und schneiden diese entsprechend mit Winkelschleifer und Diamant-Trennscheibe zu. Auf der Unterseite der Platte schneiden Sie ausserdem eine Tropfkante.

Beachten Sie: Der verwendete Grill besitzt rechts einen versenkt eingebauten Seitenkocher – Sie benötigen also im gezeigten Beispiel nur für die linke Seite und hinter dem Grill eine Abdeckplatte.

Geben Sie nun Mörtel auf die oberste Ziegelreihe (Ziegel etwas nässen), legen die Abdeckplatte auf und richten diese abschliessend mit Wasserwaage und Gummihammer aus.

Mauerziegel zuschneiden

Nun geht es an die zweite Lage Ziegel. Starten Sie wieder in den vier Ecken – dabei die Ziegel versetzt im sogenannten Halbstein-Verband setzen.

Richten Sie die Ziegel genau aus (Wasserwaage) und klopfen sie dabei leicht mit einem Kunststoffhammer oder mit dem Kellengriff an. Dadurch lassen sich kleinere Unebenheiten ausgleichen.

Spannen Sie die Richtschnur wieder straff von Ecke zu Ecke und setzen die weiteren Ziegel der Reihe. Jeder Ziegel muss dabei um einen bestimmten Wert versetzt zu dem darunterliegenden gesetzt werden – das sogenannte Überbindemass. Die Faustformel zur Berechnung lautet: Überbindemass ü ≥ 0,4 x Steinhöhe h ≥ 45 mm. Bei 200 Millimeter hohen Steinen ergibt das zum Beispiel: 0,4 x 200 = 80. 80 ist grösser als 45, das Überbindemass ist also mit 80 Millimeter erreicht und die Steine werden mindestens um diesen Wert versetzt gemauert.

Verfahren Sie so mit den weiteren Ziegelreihen bis zur gewünschten Höhe. Formen Sie während des Aufmauerns die Fugen abschnittsweise wetterfest aus (s. Tipp).

Beachten Sie: Kontrollieren Sie die Ausrichtung Lage für Lage mit Richtlatte/Wasserwaage und Richtschnur – besser zu viel als zu wenig messen.

Haben Sie die rechte und linke Seite bis zur gewünschten Höhe aufgemauert, schieben Sie den Grill in seine Position, ermitteln die Masse für die Abdeckplatte (im gezeigten Beispiel eine Basaltsteinplatte) und schneiden diese entsprechend mit Winkelschleifer und Diamant-Trennscheibe zu. Auf der Unterseite der Platte schneiden Sie ausserdem eine Tropfkante.

Beachten Sie: Der verwendete Grill besitzt rechts einen versenkt eingebauten Seitenkocher – Sie benötigen also im gezeigten Beispiel nur für die linke Seite und hinter dem Grill eine Abdeckplatte.

Geben Sie nun Mörtel auf die oberste Ziegelreihe (Ziegel etwas nässen), legen die Abdeckplatte auf und richten diese abschliessend mit Wasserwaage und Gummihammer aus. 

Tipp

Fugen wetterfest ausformen

Formen Sie Mauerfugen wetterfest aus – andernfalls würde sich bei Regen das Wasser in den Fugenflanken stauen und der Mörtel bröckelt mit der Zeit heraus. Mit einem Fugeisen oder einem Schlauch drücken Sie den Mörtel hierfür einfach gleichmässig ein bis zwei Millimeter tief in die Fugen.

Werkzeug + Material

  • Abdeckfolie
  • Abziehlehre oder -brett
  • Arbeitshandschuhe
  • Basaltsteinplatte
  • Baueimer/Mörtelwanne
  • Baustahlmatte (im Beispiel: verzinktes Estrichgitter)
  • Bohrmaschine mit Rührquirl
  • Cutter-Messer
  • Estrichbeton
  • Fugeisen
  • (Gummi)Hammer
  • Mauer- und Putzmörtel (alternativ: Trasszementmörtel)
  • Maurer- und Glättkelle
  • ggf. Mischmaschine
  • Nägel nach Bedarf
  • Richtlatte
  • Richtschnur
  • Säge
  • Sand-Kies-Gemisch
  • Schalbretter nach Bedarf
  • Schaufel
  • Schutzbrille
  • Spaten
  • Stampfer
  • Vormauerziegel (im Beispiel: lochfreie Handformziegel)
  • Wasserwaage
  • Winkelschleifer mit Diamant-Trennscheibe
  • Meter