Sicher und umweltgerecht heimwerken

Umweltsiegel wie „Der blaue Engel“ oder das RAL-Gütezeichen und Themen wie Wassersparen, Lärmvermeidung sowie ausreichender Arbeitsschutz gehen jeden Heimwerker etwas an. Denn Hobbybastler hantieren mit spitzen Gegenständen, scharfem Werkzeug, Gefahrstoffen oder sind häufig ungeübt im Umgang mit Elektrowerkzeugen und beherrschen bestimmte Arbeitstechniken nur laienhaft. Zum einen gilt es also die häufigsten Unfallgefahren in der Werkstatt zu kennen, um ihnen so vorzubeugen. Zum anderen bedeutet schon alleine der Umgang mit einigen Werkzeugen eine erhöhte Gefahr – beispielsweise beim Sägen mit der Kettensäge. Darüber hinaus ist der Einsatz von energiesparenden und umweltfreundlichen Produkten überall dort angebracht, wo entsprechende Alternativen zur Verfügung stehen. Um Kunden eine Orientierung auf den ersten Blick zu ermöglichen, hat BAUHAUS „Pro Planet“ eingeführt. Dieses Zeichen kennzeichnet Produkte, die in punkto Nachhaltigkeit herausragend in ihrer Warengruppe sind. Beachten Sie: In vielen Bereichen macht auch die Qualität den Unterschied. Denn die Langlebigkeit hochwertiger Produkte – ob Werkstoff oder Werkzeug – bringt selbstverständlich auch Vorteile in Sachen Nachhaltigkeit.

Anleitung

Sicherheit in der Werkstatt und Arbeitsschutz

Vielen Heimwerkern ist das Thema Sicherheit in der Werkstatt bekannt. Doch Unfälle passieren trotzdem und gerade Hobbybastler sind häufig Unfallgefahren ausgesetzt. Zunächst gilt: Nehmen Sie sich für jedes noch so kleine Vorhaben ausreichend Zeit. Denn wer unkonzentriert und hektisch arbeitet erhöht das Unfallrisiko. Anstrengende und länger andauernde Arbeiten sollten regelmässig von Pausen unterbrochen werden. Sorgen Sie ferner dafür, dass Werkzeuge (z.B. Messer oder Stechbeitel) immer scharf sind. Zum Lösen oder Festziehen von Schrauben oder Muttern ausserdem immer die passenden Schraubendreher, Schrauben- oder Ringschlüssel benutzen.

Um die Verletzungsgefahr möglichst gering zu halten, tragen Sie beim Heimwerken locker sitzende, aber geschlossene Arbeitskleidung. Bei vielen Arbeiten, zum Beispiel Sägen, Bohren oder Beizen, empfehlen sich zusätzlich Arbeitshandschuhe und eine Schutzbrille. Benutzen Sie ausserdem beim Bohren einen Atemschutz, der Mund und Nase abdeckt, denn feinste Partikel von Holzstaub oder Gesteinsmehl nisten sich in der Lunge ein und können Krebs verursachen. Je nach Einsatzzweck verwenden Sie entweder Wegwerfmasken (in drei Schutzklassen erhältlich) oder Sie kaufen gleich eine gute Atemmaske, die Sie immer wieder verwenden können und optimalen Schutz vor jeglichen Feinstäuben und Dämpfen bietet. Beachten Sie: Während und nach Anstricharbeiten gut lüften.

Beim Umgang mit Schweissgeräten müssen Sie dem Arbeitsschutz besondere Aufmerksamkeit schenken: Ein Schweisserhelm mit Schutzglas-Visier (Schutzstufe DIN 9) schützt unter anderem vor Hitze, Funkenflug, UV-Strahlen und dem hellen Lichtbogen. Bewährt haben sich auch Lederschürzen, die den Körperbereich zusätzlich schützen. Weitere Informationen finden Sie im BAUHAUS Ratgeber Grundwissen Schweissen. Moderne Motorsägen sind mit verschiedenen Sicherheitseinrichtungen versehen, um das Unfallrisiko zu verringern (z. B. Kettenbremse, Kettenfangbolzen, Handschutz, etc.). Zu Ihrer eigenen Sicherheit tragen Sie ausserdem unbedingt eine Schutzkleidung bestehend aus Schnittschutzhose, Schutzhelm mit Visier und Gehörschutz, Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe sowie feste und eng anliegende Oberbekleidung.

Für Gelegenheitsanwender eigenen sich als Beinschutz auch Überziehhosen oder Beinlinge. Sie sind vergleichsweise günstig und verfügen über eine spezielle Wattierung mit langen Schutzfasern: Wird das Material von einer Motorsäge zerschnitten, verfangen sich die Fasern in den Zähnen der Säge, werden in den Antrieb gerissen und blockieren dadurch die Kette sofort.

Weitere Informationen finden Sie im BAUHAUS Ratgeber Sicherer Umgang mit der Kettensäge.

Die RAL Gütezeichen, die vom Deutschen Institut für Gütersicherung und Kennzeichnung e. V. vergeben werden, kennzeichnen Produkte und Dienstleistungen, die nach hohen, genau festgelegten Qualitätskriterien hergestellt beziehungsweise angeboten werden. RAL legt für jede Produktgruppe die Anforderungen für das jeweilige Gütezeichen fest. Die produkt- und leistungsspezifischen Qualitätskriterien umfassen alle Aspekte, die für die Nutzung wichtig und sinnvoll sind. Derzeit existieren über 160 Gütezeichen, die viele tausende Produkte kennzeichnen, zum Beispiel die RAL Gütezeichen für Holzschutzmittel oder Substrate für Pflanzen.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Siegel, die nachhaltige Produkte, zum Beispiel speziell im Bereich Farben oder Holz, kennzeichnen.

Auch Lärm bedeutet Umweltbelastung – und zuviel kann auch die Gesundheit schädigen! Achten Sie beim Kauf oder beim Ausleihen von Elektrogeräten und Maschinen entsprechend auf die Geräuschbelästigung. Tragen Sie beim Arbeiten ausserdem einen Ohrenschutz (Bügelstöpsel oder Kapselgehörschutz) und denken Sie auch an Ihre Nachbarn - das hilft Ärger zu vermeiden.

Vermeiden Sie Resten und kaufen Sie stets nur so viel Material, wie Sie wirklich benötigen. Bleibt doch etwas übrig, dann werfen Sie die Resten nicht einfach in den Abfall. Besonders Lacke und Farben sollten Sie kindersicher und im Freien austrocknen lassen und dann zum Sondermüll bringen.

Beachten Sie: Farbspritzer auf der Haut sollten Sie nicht mit Verdünner oder Pinselreiniger entfernen. Solche Stoffe sind giftig und dringen leicht in die Haut ein. Für hartnäckige Verschmutzungen verwenden Sie besser spezielle Handwaschpasten. 

Wenn Sie ein neues Bad planen, denken Sie daran: Sauberes Trinkwasser steht nicht unbegrenzt zur Verfügung. Beginnen Sie mit dem Wassersparen schon beim Kauf des WC-Spülkastens: Einige Modelle sparen bis zu 50 Prozent Wasser. Auch mit Aufsätzen für die Wasserhähne in Küche und Bad sowie Duschköpfe können Sie die Wasserdurchflussmenge verringern. Wenn diese verkalkt sind, müssen sie sowieso ausgetauscht werden.

Weitere Tipps erfahren Sie im BAUHAUS Ratgeber Kleinreparaturen in Bad und WC.

Tipp

Mit Öko-Packs Abfall vermeiden

Öko-Packs werden mit bis zu 80 Prozent weniger Kunststoff als andere Verpackungen hergestellt und die einzelnen Komponenten lassen sich wiederverwerten: Die PE-Folie gehört in den gelben Sack oder zur Wertstoff-Sammelstelle und der Karton in den Papiercontainer.

Beachten Sie: Beim Lackieren und Anstreichen den Fussboden mit einfachem Zeitungspapier oder mit einer speziellen Folie aus Recyclingmaterial abdecken.

Recycling für Elektrogeräte

Ausgediente Elektrogeräte (netz- oder akkubetrieben), mit Recyclingplakette, können Sie an den Hersteller zurückschicken oder sie bei Händlern mit dieser Plakette abgeben. Die Altgeräte werden dadurch in sortenreine Wertstoffgruppen getrennt. Nicht wieder verwendbare Reststoffe (Öle und Fette) werden dem Sondermüll zugeführt.