Die Stichsäge

Die Stichsäge eignet sich nicht nur für gerade Schnitte – gerade für Rundungen in Holz und anderen Materialien (z. B. Metall, Leichtbauwerkstoffe, Kunststoff) oder feine und präzise Arbeiten ist dieses Zuschnitt-Talent besonders geeignet. Beim Kauf einer Stichsäge sollten Sie ein Multitalent vorziehen: Der Pendelhub (mindestens dreifach verstellbar) sorgt beispielsweise dafür, dass sich das Sägeblatt bei der Schnittbewegung etwas vorschiebt und bei der Rückholbewegung nach hinten ausweicht. Das erhöht die Schnittgeschwindigkeit – wichtig für den Sägefortschritt. Je nach Härte und Dicke des Holzes wählen Sie die entsprechende höhere Pendelstufe. Mit einem sogenannten Spanausreissschutz wird das Ausreissen der Materialoberseite verhindert. Praktisch für das Arbeiten mit der Stichsäge in der Wohnung ist auch ein Anschluss für den Staubsauger. Denn mit einem Anschluss-Stutzen – für jeden Staubsauger-Typ gibt es den passenden Adapter – lässt sich eine Staubentwicklung fast völlig vermeiden.

Beachten Sie: Beim Sägen von Metall ist das Tragen einer Schutzbrille unerlässlich.

Anleitung

1. Arbeiten mit der Stichsäge

Verwenden Sie beim Gebrauch einer Stichsäge nur Sägeblätter, die für den entsprechenden Zweck empfohlen werden (z. B. feine oder grobe Sägearbeit, Materialart und -dicke, Kurvenschnitte, etc.). Ein Wechsel des Sägeblattes ist bei den meisten modernen Stichsägen ohne besonderes Werkzeug kinderleicht möglich. Oft genügt ein kleiner Dreh – und das gewünschte Sägeblatt rastet ein.

Achten Sie immer darauf, dass die Stichsäge „frei“ arbeiten kann. Dafür muss das Werkstück fest aufliegen, darf nicht schwingen (Werkstück ggf. einspannen) und kein Sägebock sollte im Weg sein.

Beachten Sie: Lange, gerade Schnitte mit der Stichsäge sind am besten auszuführen, wenn Sie eine Leiste mit Schraubzwingen als Hilfsmittel anbringen.

Wenn Sie Ausschnitte sägen möchten, dann ist es hilfreich, ein Loch im Durchmesser des Sägeblattes vorzubohren, in das Sie die – zunächst ausgeschaltete – Säge einstecken können. Erst danach starten Sie die Maschine. Tauchschnitte sind nur etwas für erfahrene Heimwerker!

Für Kurvenschnitte oder auch Richtungswechsel schwenken Sie die Stichsäge nur am hinteren Ende. Auf keinen Fall seitlichen Druck auf das Maschinengehäuse ausüben, da sonst das Sägeblatt verbiegt, überhitzt und die Schnittkante schräg wird.

Die Stichsäge ist heute auch aus dem Modellbau nicht mehr wegzudenken. Ihre Handlichkeit und Flexibilität lässt sie in jede noch so schwer zugängliche Lücke vordringen. Eine wirkliche Hilfe, wenn die Materialstücke so gross sind, dass sie nicht mehr mit einer stationären Säge bearbeitet werden können.

Beachten Sie: Um auf der Oberfläche eine saubere Schnittkante zu erhalten, sägen Profis mit der Stichsäge immer von der Rückseite des Werkstückes her.

Wenn Sie Ihre Stichsäge pfleglich behandeln, werden Sie lange viel Freude an ihr haben. Entstauben und reinigen Sie mit einem Pinsel die Säge deshalb nach jedem Einsatz. Die Hubstange können Sie ausserdem ab und an – wirklich nur ganz selten – einfetten.

Tipp

Gehrungsschnitte mit der Stichsäge

Eine gute Stichsäge ist auch für Spezialschnitte wie Gehrungsschnitte geeignet: Der Gleitschuh lässt sich so weit abwinkeln, dass schräge Schnitte bis zu 45 Grad möglich sind.

Beachten Sie: Mit einer Handkreissäge fallen Gehrungsschnitte allerdings noch präziser aus.