Gartenteich anlegen

Bevor Sie mit dem Teichbau beginnen, wählen Sie zunächst den richtigen Standort: Dieser sollte nicht zu sonnig und möglichst nicht unter Laubbäumen sein, damit die Wasserqualität nicht unnötig durch Veralgung oder Laubeintrag leidet. Für das biologische Gleichgewicht im Teich sorgt ausserdem eine ausgewählte Bepflanzung, die Nähr- und Schadstoffe aus dem Wasser filtert. Mit Böschungsmatten und Pflanztaschen oder -körben platzieren Sie die ausgewählten Pflanzen im Teich schnell, unkompliziert und sicher. Beachten Sie: Planen Sie auch gleich zu Beginn die richtige Teichtechnik ein – denn so bleibt selbst bei geringem Wartungsaufwand das Wasser klar.

Anleitung

1. Vorbereitung

Blühende Wasserpflanzen (z. B. Seerosen) benötigen ausreichend Sonne. Zu lange Sonnenbestrahlung heizt das Wasser des Gartenteichs aber stark auf und Sauerstoffmangel entsteht, was wiederum die wenigsten Tiere vertragen. Ein Standort mit zu gleichen Teilen Sonne (vier bis max. sechs Sonnenstunden am Tag) und Schatten ist ideal.

Ist der richtige Platz im Garten gefunden, markieren Sie die Umrisse des neuen Teichs mithilfe von Pflöcken und eines Seils oder eines Gartenschlauchs und heben anschliessend die Erde aus (Spaten oder Minibagger). Modellieren Sie dabei die verschiedenen Tiefenzonen: Die Sumpfzone von zehn Zentimeter über bis zehn Zentimeter unter dem Wasserspiegel. Zur Teichmitte hin folgt die zehn bis 40 Zentimeter tiefe Flachwasserzone und ab 40 Zentimeter die Tiefen- oder Seerosenzone. Besonders am Ufer nicht zu steil graben, sonst ragen später die Folienränder aus dem Wasser.

Beachten Sie: Entfernen Sie sorgfältig alle Wurzeln und spitzen Steine und achten Sie rundum auf gleiche Teichhöhe (Wasserwaage) an den Rändern, damit die Teichfolie vor Beschädigungen geschützt ist.

2. Vlies, Teichfolie und Technik

Verteilen Sie nun gleichmässig im ganzen Teichbett Sand in einer Schichtdicke von fünf bis zehn Zentimeter. Anschliessend legen Sie die Teichform mit einem Schutzvlies überlappend aus, bevor Sie die Teichfolie ausbreiten und über die Ränder ziehen. Das begehbare Teichufer befestigen Sie mit Steinen – oder auch mit Kant- oder Rundhölzern. Dann wird die Teichfolie (Überhang) darüber gezogen. Für die naturnahe Gestaltung des Randbereiches eignen sich Steine oder Steinfolie. Den Teichrand können Sie alternativ auch mit Betonsteinen befestigen, die Sie im Mörtelbett verlegen. Hierfür bringen Sie Zementmörtel aus, verlegen die Steine rundum und sichern diese mit einer zusätzlichen Beton-Rückenstütze gegen Verrutschen.

Beachten Sie: Führen Sie die Arbeiten an einem warmen Tag aus und lassen Sie etwas Wasser in den Teich ein. Dadurch passt sich die Folie ideal an die Form des Teiches an und lässt sich passgenau abschneiden.

Um Bewegung in den Teich zu bringen, etwa durch einen Springbrunnen, einen Wasserfall oder einen kleinen Wasserlauf, benötigen Sie eine Pumpe. Auch ein Filter kann erforderlich sein – wenn Sie zum Beispiel in Ihrem Gartenteich schwimmen oder Fische halten wollen. Bei den Pumpen unterscheidet man zwischen Tauchpumpen, die unter Wasser arbeiten und Aussenpumpen. Filter arbeiten nach dem biologischen, naturchemischen und mechanischen Prinzip. Sehr effektiv sind Geräte, die die Methoden miteinander vereinen. Verwenden Sie nur zugelassene Geräte und achten Sie auf Anweisungen des Herstellers sowie auf Prüfzeichen von VDE, GS oder TÜV.

 

3. Bepflanzung und Randgestaltung

Jetzt geht es an die Bepflanzung. Hier sind der Gestaltung und dem Geschmack keine Grenzen gesetzt. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie Pflanzen ansiedeln, die die Wasserreinigung unterstützen.

Beachten Sie: Bepflanzen Sie die unterschiedlichen Zonen von Terrasse zu Terrasse und füllen den Teich dabei nach und nach mit Wasser auf.

Zur Bepflanzung ebener Bereiche legen Sie Kokosmatten aus – sie ermöglichen den Pflanzen optimalen Halt. Oder Sie verwenden Pflanzkörbe und als Substrat für die Teichpflanzen Kies (alternativ Pflanzkörbe mit Vlies auskleiden). So bleibt später alles an der gewünschten Position und verrutscht nicht. Steilere Abschnitte werden mit Hilfe von Böschungstaschen bepflanzt.

Abschliessend füllen Sie den Teich vollständig mit Wasser. Es dauert ungefähr zwei bis drei Tage, bis die Trübstoffe absinken und das Wasser klar ist.

Tipp

Teichfolien-Mass

Beim Berechnen des Folien-Masses gilt die Faustregel:

Bahnlänge = Länge des Teiches + doppelte Tiefe + 60 cm Überhang.

Bahnbreite = Breite des Teiches + doppelte Tiefe + 60 cm Überhang.

Teichfolie, Vlies und Pflanzkörbe

Teichfolien gibt es in verschiedenen Abmessungen und Stärken. Achten Sie beim Kauf darauf, dass sie UV-, frost- und verrottungsbeständig sowie tier- und pflanzenverträglich ist.

Das Vlies aus Filz schützt die Folie vor Beschädigungen durch Steine und Wurzeln.

Pflanzkörbe gibt es in vielen verschiedenen Grössen und Formen. Sie sorgen dafür, dass alles an seinem gewünschten Platz bleibt und die Wasserpflanzen nicht zu stark wuchern.

Fertigteichbecken

Wer keine Teichfolie aufwändig verlegen will, kann auch die naturnah geformten Fertigteiche aus Polyethylen verwenden. Damit entfällt auch die Gefahr möglicher Löcher in der Folie durch Steine oder spitze Gegenstände. Die Kunststoff-Becken sind bereits mit Stufen für die verschiedenen Pflanzzonen ausgestattet. Die Becken gibt es in verschiedenen Grössen und Formen – vom 120 Liter-Becken bis zu Anlagen, die aus mehreren Elementen zusammengesetzt sind und einige 1'000 Liter fassen.

Werkzeug + Material

  • Bachkiesel und Steine in verschiedenen Grössen
  • ggf. Betonsteine
  • Cutter-Messer
  • Gartenschlauch
  • ggf. Gummihammer
  • ggf. Minibagger
  • Naturstein
  • Pflanzkörbe und -taschen verschiedener Grössen und Formen
  • Pflanzen für verschiedene Pflanzzonen
  • Pumpenvorfilter
  • Umwälzpumpe
  • Sand
  • Schaufel
  • Schnur
  • Schubkarre
  • Schutzvlies
  • Seil
  • Spaten oder Minibagger
  • Teichfiguren und Wasserspielpumpen (optional)
  • Teichfolie
  • Teichaussenfilter
  • Wasserwaage
  • ggf. Zementmörtel