Schöne Fussböden aus massivem Holz

Holz spielt als Baumaterial seit jeher eine herausragende Rolle - als konstruktives wie als dekoratives Element der Raumgestaltung. Insbesondere als Bodenbelag hat Holz eine Jahrhunderte alte Tradition. Neben der leichten und ausreichenden Verfügbarkeit des Materials waren mit Sicherheit bereits in frühesten Jahren zwei Gründe für die derartige Verwendung entscheidend...

 

 

Holz spielt als Baumaterial seit jeher eine herausragende Rolle - als konstruktives wie als dekoratives Element der Raumgestaltung. Insbesondere als Bodenbelag hat Holz eine jahrhundertealte Tradition. Neben der leichten und ausreichenden Verfügbarkeit des Materials waren mit Sicherheit bereits in frühesten Jahren zwei Gründe für die derartige Verwendung entscheidend, die auch heute noch zu den Vorteilen eines Holzfußbodens gegenüber jedem anderen Bodenbelag zählen: seine Strapazierfähigkeit und die gute Dämmwirkung.
 

 

Ein Holzfußboden ist nahezu unverwüstlich. Bei sachgerechter Behandlung und Pflege kann er mehrere Generationen überdauern.
Da sich die Oberflächentemperatur des Holzes sehr schnell der Raumlufttemperatur anpasst, wird ein Holzfußboden nie fußkalt sein. Diese Dämmwirkung kann durch einen entsprechenden Fußbodenaufbau und die Einbringung von zusätzlichem Dämm-Material noch erheblich gesteigert werden.
Darüber hinaus hat ein Holzfußboden noch weitere Eigenschaften, die sich unmittelbar positiv auf die Gesundheit der Bewohner auswirken. Seine Elastizität trägt dazu bei, dass Muskulatur und Gelenke beim Gehen entlastet werden. Durch die Versiegelung, wie sie heute bei Holzfußböden üblich ist, wird eine statische Aufladung verhindert. Dadurch ist die Oberfläche nicht staubbindend und kann so leicht saubergehalten werden, was vor allem für Allergiker von großem Vorteil ist. 

 

Fußboden schwimmend verlegen
Holzfußböden sollten, wenn möglich, immer "schwimmend" verlegt werden. Das bedeutet, dass zwischen dem festen und ebenen Untergrund und den neuen Hölzern eine Schicht aus Schaumstoff, Nadelfilz bzw. Pappen oder Dämmplatten aus unterschiedlichsten Materialien verlegt wird. Diese Dämmstoffe sollen auch zwischen allen übrigen Berührungspunkten des neuen Bodens angebracht werden, zum Beispiel als Streifen an der Wand. Das unterbindet die Weiterleitung des Trittschalls, verhindert Klappern und "Knarzen" und wirkt zugleich noch als Bodenausgleich.

Fussboden-Aufbau
Ob ein Holzfußboden geklebt, genagelt oder schwimmend verlegt wird, hängt zum einen von der Stärke und der Art des gewählten Belagmaterials, zum anderen aber vor allem vom Zustand und dem Aufbau des Unterbodens ab. Grundsätzlich muss der Unterboden absolut eben, fest und trocken sein.
Unebenheiten in Beton oder Estrich, aber auch Farb- oder Kleberreste müssen mit einem Spachtel oder einer Stoßscharre abgestoßen oder plangeschliffen werden. Löcher und Risse, aber auch lose und bröselige Stellen im Estrich sollten mit einem Nivellierspachtel ausgefüllt und geglättet werden.
Auf alten Holzböden sollten gelockerte oder knarrende Dielen zunächst neu verschraubt und aufgewölbte Dielenkanten abgehobelt oder geschliffen werden (vorher die Nagelköpfe versenken). Ausgetretene Stellen oder überbreite Fugen werden mit einer elastischen Kunstharzspachtelmasse aufgefüllt. Soll der neue Belag vollflächig auf dem alten Unterboden verklebt werden, ist es ratsam, diesen zunächst mit einem Haftgrund zu streichen, um ihn abzusperren, zu festigen und gleichzeitig eine bessere Haftfähigkeit zu erreichen. Ob Beton oder Estrich wirklich absolut trocken sind, können Sie prüfen, indem Sie ein Stück Plastikfolie flach auf dem Boden auslegen und die Ränder mit Klebeband fest und dicht auf dem Boden verkleben. Falls sich nach einigen Stunden unter der Folie Kondenswasser bildet, muss der Boden entweder noch länger trocknen oder Sie müssen besondere Feuchtschutzmaßnahmen ergreifen. Bei geringer Feuchte kann der Bodenbelag direkt auf einer Folie als Feuchtsperre verlegt werden. Bei stärkerer Durchfeuchtung ist es ratsam, die neuen Fußbodendielen auf Lagerhölzern zu verlegen. Diese sollten auf Dämmstoffstreifen liegen, um eine Übertragung des Trittschalls zu vermeiden. Soll, etwa bei einem Dachausbau, ein neuer Dielenboden eingezogen werden, können Sie die vorhandenen Deckenbalken meist als Lagerhölzer verwenden. Dielen ab 28 mm Stärke können mit einem Auflagenabstand von 60 bis 70 cm verlegt werden - dies entspricht dem genormten Balkenabstand für Decken. Ist dieser Abstand größer, müssen, quer zur Balkenlage, neue Lagerhölzer mit entsprechend geringerem Abstand eingezogen werden.

 

 

 

1 Auf alten Holzfußböden sollten neue Dielen oder Fertigparkett-Elemente möglichst immer quer zur Laufrichtung der alten Dielen verlegt werden.
 

 

2 Auf einem ebenen und gut gedämmten Estrich kann Fertigparkett schwimmend verlegt werden. Die Zwischenlage gleicht dabei kleinere Unebenheiten aus. 

 

3 Um Parkett auf Estrich zu verkleben, reicht die Zwischenlage nicht aus. Hier muss der Untergrund vorbehandelt und absolut plan sein. 

 

4 Schaumstoff, Rippen-Korkschrotpappe, Korkdämmplatten oder Nadelfilz können bei schwimmender Verlegung als Zwischenlage benutzt werden. Sie wirken als Trittschall- und Wärmedämmung, als Bodenausgleich und verhindern das Klappern des Parketts auf dem Unterboden, wenn es begangen wird. 

Zurück zur Übersicht